Matthias Aumann: "If you can do it, I can do it!" (Podcast #31)

Servus!

Heute haben wir einen Gast bei uns im Podcast! Und zwar Matthias Aumann! Viel Spaß!

 

Matthias! Wer bist du, was machst du? Nimm uns mal kurz mit!

  • Mein Name ist Matthias Aumann, ich bin 28 Jahre jung und komme aus Cloppenburg. Ich habe mein erstes Unternehmen im Handwerksbereich mit 23 Jahren gegründet und habe seitdem richtig Vollgas gegeben. Aktuell habe ich 65 Mitarbeiter und wurde sogar letztes Jahr auf Platz 20 der schnellst wachsenden Unternehmer Deutschlands von Focus-Money gesetzt! Dieses Jahr sogar auf Platz 54 in ganz Europa von der Financial Times. Durch viele Anfragen von anderen Unternehmen habe ich nun mein Buch: "Nicht Schulklug. Sondern Strassenschlau." veröffentlicht.

Um was geht es in deinem kostenlosen Buch?

  • Der Titel ist etwas kantig. Man kann sich viel darunter vorstellen, jedoch habe ich den Titel ganz bewusst gewählt! Mich nervt es, wenn Leute sich selbst mit dem Titel Unternehmensberater profilieren, jedoch noch nie ein Unternehmen geführt haben. In meinen Augen sind diese Leute Schulklug. Sie kennen also die Theorie. Strassenschlau, also die Praxis haben sie aber nicht! Deswegen habe ich diesen Titel gewählt. Ich habe das Buch so geschrieben, dass ich mich vor die Frage: "Wie würde ich mein Unternehmen gründen, wenn ich es nochmal machen müsste?", gesetzt habe. Also von 0 auf 100. Wo fängt es an und wo hört es auf.

Wie definierst du persönlich Erfolg?

  • Erfolg ist auf mehreren Ebenen zu bezeichnen. Nicht nur Geld, sondern auch Liebe und Freiheit!

Bei einem Unternehmen deiner Größe muss man viel Stress in Kauf nehmen. Befindest du dich gerade deswegen noch ab und zu in der Komfortzone?

  • Natürlich befand ich mich schon wie jeder Mensch in der Komfortzone und ich erwische mich auch jetzt noch ab und zu in ihr. Der Punkt ist: Die Komfortzone ist in jedem Bereich! Auch im Hobby oder dem Sport. Im beruflichen bin ich aber wirklich selten in der Komfortzone! Wir probieren immer wieder neue Geschäftsfelder aus. Außerdem habe ich einen Glaubenssatz der mich in der Entwicklungszone hält:

"If you can do it, I can do it. If they can do it, everybody can do it!"

 

Hast du oft Stress? Wie gehst du mit Stress um? Wie fährst du runter?

  • In diesem Jahr tatsächlich gar nicht. Das liegt daran, dass ich nur am Unternehmen und nicht im Unternehmen arbeite. Es ist wichtig zwischen gesundem Stress und schlechtem Stress zu unterscheiden. Gesunder Stress ist, wenn man aus der Komfortzone hinaus geht und Neuland betritt und trotz Termindruck Spaß an der Sache hat! Schlechter Stress ist für mich aber Angst! Deswegen ist Stress für mich ein schizophrener Ausdruck. Am besten ist es in diesem Fall direkt auf die Angst zu zugehen. Sehr gut kann ich mit Sport runter fahren und wenn ich den Ort wechsle! Einfach mal eine andere Sichtweise bekommen.

Für viele Menschen ist Angst ein großer Faktor um in der Komfortzone zu verweilen.  Hattest du damals Zukunftsängste, vor allem als das Unternehmen deiner Eltern schließen musste?

  • Ja! Auf jeden Fall. Früher hatte man als Jugendlicher das elterliche Unternehmen als sicheren Hafen gehabt. Als es weg war hatte man einfach nichts mehr. Jetzt bist du auf dich alleine gestellt. Das war ein großer Antrieb für mich. Der Schmerz war ein wahnsinniger Antrieb. Durch hartes Arbeiten habe ich diesen Schmerz überwunden. Wir haben wirklich Vollgas gegeben.

Was hat dich dazu animiert in die Selbstständigkeit zu gehen und denkst du, dass die Selbständigkeit für jeden etwas ist?

  • Ich bin in einer klassischen Unternehmerfamilie groß geworden. Ich kenne es gar nicht anders und deswegen kommt etwas anderes auch gar nicht in Frage! Die Selbstständigkeit ist auf keinen Fall für jeden etwas! Man bekommt ziemlich schnell auf die Fresse und muss deswegen viel einstecken können! Gerade in Deutschland. Außerdem muss man durch die eigenen Fehler viel Stress aushalten.

Hattest du schon Entscheidungen welche dich wirklich mal in Panik, also in die Panikzone versetzt haben? Wie bewahrst du in solchen Momenten Ruhe?

  • Gute Frage! In Panik glaube ich nicht aber schon Entscheidungen über welche ich Nächte lang schlafen musste. Zum Beispiel Entscheidungen über Mitarbeiter, welche einen wochenlang Kopfzerbrechen bereiten. Ich sage gerne: "Zusammenhänge lassen sich erst im Nachhinein erkennen." Deswegen habe ich aus jedem noch so kleinen Fehler einen Gewinn ziehen können. Du musst nur lange genug danach suchen. Ich habe ein paar unternehmerische Vorbilder. Richard Branson, Steve Jobs und Bobby Dekeyser. In solchen Situationen stelle ich mir vor, wie diese handeln würden. So bewahre ich Ruhe.

Planst du deinen Alltag? Wenn ja, wie planst du ihn?

  • Ja! Planung ist für mich das wichtigste. Mittlerweile helfen mir gute Mitarbeiter und meine Assistentin bei der Planung. Früher habe ich alles schriftlich festgehalten und das trotz der ganzen Technik. Das Problem war nur, dass andere darauf nicht zugreifen konnten. Ich habe dann vieles abfotografiert und in WhatsApp Gruppen gesendet um andere zu informieren. Irgendwann sind wir auf Microsoft Exchange umgestiegen. Ich schaue aber immer darauf, was meine Monatsziele, Wochenziele und Tagesziele sind. "Eat the frog first" gehört für mich ganz klar dazu. Was muss also als erstes so schnell wie möglich weg.

Optimierst du deinen Alltag?

  • Ich halte sehr viel von Routinen! Ich stehe morgens früh auf und mache mit meinen wichtigsten zwei Mitarbeitern zusammen Sport. Das tut uns gut und wir können uns über Planungen und andere Dinge austauschen.

Hattest du schon einmal einen sehr großen Rückschlag? Wie gehst du mit Rückschlägen um?

  • Ich hatte noch keinen Rückschlag, bei dem ich alles hinschmeißen wollte. Aber dafür hatte ich Rückschläge bei denen man anfängt vieles zu hinterfragen. Warum macht man sich zum Beispiel diesen ganzen Stress ist eine dieser Fragen. Ich wende in solchen Situationen das gleiche Prinzip an, wie wenn ich Ruhe bewahren muss. Was würden meine Vorbilder während solch einem Rückschlag machen. Rückschläge sind meiner Meinung nach gut! In der aktuellen Situation ist es natürlich nicht gerade angenehm aber letztendlich sind genau das die Momente, an denen wir gewaltig wachsen und genau wissen: Das will ich nicht nochmal! Fehler sind die besten Lehrer und Rückschläge die Comeback Stories für Gewinner! Wer sich auf der Erfolgswelle ausruht, der wächst nicht wirklich.

Was kannst du jungen Menschen mitgeben, die etwas eigenes starten möchten?

  • Ich sage immer: "Die Fehler, welche du mit 20 Jahren machst, machst du wahrscheinlich auch mit 30 Jahren." Manche Sachen musst du durchs Tun lernen. Viele denken sie sind nicht gut genug oder müssen noch dies und das lernen. SIe warten auf den perfekten Moment, welchen es aber gar nicht gibt! Einfach machen! Fehler sind gut wenn man sie früh macht! In meinem Buch stecken auch viele Infos über solche Fehlschläge und Erfolge der letzten Jahre.

Hast du eine Buchempfehlung für unsere Zuhörer?

Matthias, wo kann man dich erreichen, was hast du unseren Zuhörern zu bieten?

  • Am einfachsten kann man mich über Facebook unter @companybestmatthiasaumann erreichen. Companybest ist auch mein Verlag auf dem mein kostenloses Buch erschienen ist. Nächstes Jahr machen wir von Februar bis Juli eine Deutschlandtour auf der ich Vorträge halten werde! Es geht um Themen wie zum Beispiel: Wie werde ich ein guter Unternehmer? Wer sich mein kostenloses Buch bestellt bekommt auf jeden Fall bescheid gesagt, wenn die Tour los geht!

Vielen Dank für deine Zeit und die wertvollen Informationen Matthias Aumann!

Wir wünschen dir und jedem #Antikomfortler viel Erfolg!