Warum du deine Ziele für dich behalten musst! (Podcast #32)

Servus!

 

Du möchtest ein persönliches Ziel erreichen, welches weit außerhalb deiner Komfortzone liegt? Dann geben wir dir heute einen ganz entscheidenden Rat mit auf den Weg.

 

Verrate deine Ziele Niemandem!

 

Verstehe uns nicht falsch. Tausche dich aus und informiere dich, sage es aber nicht deinen Freunden und Verwandten! Behalte deine Ziele für dich, so schwer es auch fällt. Sobald du dich dazu entscheidest, dich einer Herausforderung zu stellen oder ein Ziel anzuvisieren, tritt eine seltsame Gewohnheit ein. Du erzählst es gerne dem Freundeskreis, vielleicht aber auch der Familie. Kannst du dich damit identifizieren?

  •  „Nächstes Jahr, liebe Familie, da nehme ich ab. (Bestimmt. Warum erst nächstes Jahr?)“
  • „Ab heute höre ich auf zu rauchen.“
  • „Ich trainiere ab heute meinen Körper.“

Die Reaktion: Beglückwünschung, Lob, Hochachtung, vielleicht sogar Neid?

 

Es ist ein gutes Gefühl, es laut auszusprechen, nicht wahr?

 → Dieses Gefühl ist der Grund für viele, nicht weiter an diesem Ziel zu arbeiten.

 

Worin liegt denn jetzt hier das Problem? Du fühlst dich einen Schritt näher, indem du es schon mal ausgesprochen hast. Tatsächlich aber bist du deinem Ziel nicht ansatzweise nähergekommen.

 

Warum ist das denn so? Experten sprechen hier von dem „sozialen Realitätseffekt“.

 

Psychologische Tests haben erwiesen, dass das Erzählen von Zielen dessen Erreichbarkeit unwahrscheinlicher macht. Wenn du Ziele in Angriff nimmst, muss Mühe auf dich genommen werden um diese zu erreichen. Beim Erreichen des Zieles wird das Glückshormon „Dopamin“ ausgeschüttet. Sobald du aber schon zuvor Zustimmung durch Freunde erhältst, wird deinem Gehirn vorgegaukelt, dass du die Sache bereits erledigt hast oder ihr stark näher gekommen bist.

 

Resultat: Du fühlst dich befriedigt und bist weniger motiviert, am Ziel zu arbeiten. (Du hast ja schon etwas erreicht. Zumindest denkt dies dein Hirn durch das ganze Lob deines Umfeldes!)

 

1933 entdeckte die Sozial Psychologin Wera Mahler, dass die Anerkennung anderer mit einem erreichten Ziel verbunden wird. In einer Studie wurden 164 Personen in zwei Gruppen unterteilt. Sie sollten 45 Minuten an ihrem Ziel arbeiten. Der einen Gruppe sagte man, sie sollen es zuvor für sich behalten. Die andere Gruppe sollte es zuvor anderen erzählen. Die Probanden der schweigenden Gruppe arbeiteten 45 Minuten im Schnitt, weil sie laut ihren Aussagen einen langen Weg vor sich hatten. Die Probanden der zweiten Gruppe arbeiteten im Schnitt nur 33 Minuten. Laut ihren Aussagen fühlten sie sich ihrem Ziel schon viel näher durch die Anerkennung und Interesse der anderen Personen. Das Gefühl der Befriedigung nach harter Arbeit breitete sich in ihnen also schon vor der eigentlichen Zielerreichung aus.

 

Jetzt sagst du vielleicht: "Ich erzähle meine Zielsetzungen gerne anderen damit ich einen gewissen Zeit und Leistungsdruck habe. So bin ich motivierter!" Jetzt sagen wir dir: "Wem möchtest du etwas beweisen?" Richtig. Niemandem. Der einzige dem du etwas beweisen musst bist du selbst!

 

Ein #AntiKomfortler arbeitet an sich für sich.

Daher sagen wir dir, volle Fokussierung bis das Ziel erreicht ist! Lass deine Taten für dich sprechen.

 

Let‘s go.